Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 23.05.2019

Ministerpräsident Weil feiert mit Vertretern der islamischen Verbände Ditib und Schura in Hannover das muslimische Fastenbrechen. Dabei erklärt er, dass man „auf sehr konkreter Ebene“ zusammenarbeiten wolle. Laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ nennt er die Gefängnisseelsorge und die Imamausbildung.

Eine erschreckende Äußerung: „Beide Verbände stehen unter starkem Einfluss oder gar Kontrolle der türkischen Regierung“, erklärt Harm Rykena. Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion weiter: „Ditib und Schura dürfen niemals als Partner für einem Staatsvertrag, eine Religionslehrer- oder Imam-Ausbildung in Betracht gezogen werden.“ Der religionspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Stephan Bothe fügt hinzu: „Mit seiner inkonsequenten Haltung unterstützt Weil im Endeffekt die Politik Erdogans, der sich gegen eine Integration der in Deutschland lebenden Türken ausgesprochen hat.“

Deshalb fordert die AfD auch, die Vertreter von Ditib und Schura aus dem theologischen Beirat des Instituts für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück auszuschließen. Dort werden islamische Religionslehrer und demnächst wohl auch Imame ausgebildet. Jens Kestner, Bundestagsabgeordneter der AfD und Mitglied im Verteidigungsausschuss, ergänzt: „Da auf Bundesebene gerade die Einführung von islamischen Seelsorgern bei der Bundeswehr diskutiert wird, ist es aus sicherheitspolitischen Aspekten von besonderer Bedeutung den Einfluss der türkischen Regierung bei der Imam-Ausbildung zu unterbinden.“

Die Abgeordneten aus Bund und Land fordern die Landesregierung daher zu einer konsequenten Haltung gegenüber Ditib und Schura auf. Deutschland müsse sich vom Einfluss der türkischen Regierung auf innerdeutsche Angelegenheiten befreien. Erfreulich sei daher, dass sich mittlerweile in Niedersachsen ein neuer Verband gegründet habe, der unabhängig vom Einfluss der türkischen Regierung agieren möchte.

 Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Harm Rykena (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover