Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 18.09.2020

Sogenannte Kindersexpuppen sind in Deutschland legal. Sie können schnell und einfach bei Amazon, Ebay und Co. gekauft werden. Feilgeboten wird eine entsetzliche Ware: Kindersexpuppen sind – oft auf erschreckend realistische Weise – Jungen und Mädchen bis hin zum Babyalter nachgebildet. Ebenso weisen sie verschiedene Möglichkeiten auf, damit sich Pädophile an ihnen vergehen können. Kindersexpuppen stehen unter Sexual-Wissenschaftlern im Verdacht, den Trieb eines potentiellen Sexualstraftäters zu verstärken und auf ein „echtes“ Kind hinzuleiten.

Die AfD-Fraktion beantragt daher, dass sich die Landesregierung im Bundesrat dafür einsetzt, unter anderen „den Handel und Vertrieb mit Kindersexpuppen und weiteren Produkten, die zu sexuellen Handlungen an Minderjährigen inspirieren, innerhalb Deutschlands ausnahmslos zu verbieten“. Ebenso sollen ihr Erwerb und ihr Besitz unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen verboten werden (Drucksache 18/7290).

Dazu der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag Stephan Bothe: „Dass diese widerwärtigen Produkte Abnehmer finden, mag man sich kaum vorstellen. Aber sie tun es. Der massenhafte Missbrauchsfall in Lügde und viele andere bekanntgewordene Pädophilie-Verbrechen haben zudem gezeigt, wie ernst und allgegenwärtig die Gefahr für unsere Kinder ist. Wir müssen sie schützen und dürfen kranken Menschen nicht noch die Möglichkeit bieten, sich mittels Puppe an ihre Untaten heranzutasten. Diese Produkte gehören unverzüglich unter Strafe verboten – ihr Besitz ebenso wie der Handel mit ihnen.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stephan Bothe (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover