Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 02.09.2020

Grinsend sticht der Mann auf das lebensgroße Bild der jungen Frau ein. Sein Messer bohrt sich in Gesicht, Hals und Brust. Die junge AfD-Politikerin auf dem Wahlplakat ist Marie-Thérèse Kaiser, Kreisvorsitzende im niedersächsischen Rotenburg/Wümme. Das Plakat hängt in Düsseldorf und ist Teil des NRW-Kommunalwahlkampfes. Die ‚Schein-Ermordung‘ der 23-jährigen wird gefilmt und stolz auf Instagram präsentiert. Es fehlt nicht an Chaoten, die den Messerstecher dafür feiern. Handlungsanweisungen, was am besten noch zu tun wäre, gibt es obendrauf.

Dazu die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag Dana Guth: Nach den unerträglichen Gewalt- und Lynchfantasien des Grünen-NRW-Kommunalpolitikers Jonas Stickelbroek gegen AfD-Politiker nun die nächste Eskalation. Eine Szene, die man nur mit größtem Abscheu betrachten kann. Auch die Selbstverständlichkeit und das fehlende Unrechtsbewusstsein des Messerstechers entsetzen. Es geht hier nicht um – ebenfalls schon strafbaren – Vandalismus gegen Wahlplakate, sondern um pure Gewaltverherrlichung.

Die öffentliche Empörung bleibt dennoch aus. Anscheinend ist Marie-Thérèse Kaiser in der falschen Partei. Wo alle Bürger zusammenstehen müssen, um gemeinsam gegen die Brutalisierung der politischen Auseinandersetzung vorzugehen, wird mit zweierlei Maß gemessen. Aber wer den Frieden bewahren will, darf nicht nur eine Seite schützen und die andere für vogelfrei erklären. Hier sind die Politiker der Altparteien aufgerufen, sich zu mäßigen – und vor allem erst einmal zu überlegen, von wem Hass und Hetze gegen den politischen Mitbewerber eigentlich wirklich ausgehen.

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Dana Guth (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover