Die geplante Verbindungsleitung zwischen britischen und deutschen Energie-Übertragungsnetzen wirft Fragen auf

Während in Deutschland ein unkontrollierter Windkraftausbau droht, plant das Unternehmen NeuConnect Deutschland GmbH den Bau und den Betrieb einer Hochspannungs-

Gleichstrom-Übertragungsstromleitung zwischen Deutschland und Großbritannien. Die ca.

680 km lange Verbindung aus Unterwasserkabeln soll vom Umspannwerk Isle of Grain im Südosten Großbritanniens durch die Nordsee nach Deutschland zum geplanten Umspannwerk Fedderwarden verlaufen. Wie die Landesregierung nun in ihrer Antwort auf die schriftliche Anfrage Drs.18/6916 unseres Abgeordneten Stefan Wirtz erläutert, erwartet sie, „dass der Interkonnektor NeuConnect mit der Verbindung zweier großer Elektrizitätsmärkte Europas die Versorgungssicherheit in Deutschland und Großbritannien langfristig verbessert.“

Stefan Wirtz, Sprecher der AfD-Landtagsfraktion für Fragen der Umwelt-, Energie- und Klimapolitik, sieht eine versteckte Dimension des 1,6 Milliarden Euro schweren Projekts:
Der Verdacht liegt nahe, dass der illusorische Windstromüberschuss nach Großbritannien entsorgt werden soll und der Interkonnektor zur gut verborgenen Rettungsleine des Windwahns wird. Viel eher kommt es aber dazu, dass künftig die deutschen Stromdefizite aus den sehr realen britischen Atomkraftwerken gedeckt werden müssen.“, so Wirtz.

Er ergänzt: „Während in Broschüren gerne die wunderbare Welt einer sich selbst über regenerative Energien autark versorgenden Stromangebots suggeriert wird, steht das geplante 700 km lange Unterseekabel sinnbildlich für die Realitätsferne grüner Energieutopien. Damit nicht genug, wird das Projekt nach Aussage der Landesregierung ‚zwangsläufig mit einer Querung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer verbunden sein.‘ Eine Umweltverträglichkeitsprüfung finde nicht statt, weil dies nach Aussage der Landesregierung nach den gesetzlichen Regelungen nicht erforderlich ist.“

V.i.S.d.P.: Stefan Wirtz (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover