Die von der Corona-Pandemie hart getroffene Kreuzfahrtschiff-Branche bringt die Meyer-Werft im 225. Jahr ihres Bestehens in eine Situation, die Unternehmenschef Bernard Meyer als prekär bezeichnet. Wie NDR berichtet, hofft das Unternehmen auf Hilfen vom Land Niedersachsen und vom Bund.

Stefan Henze, Sprecher für Häfen- und Schifffahrt der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, sieht die Situation der Meyer-Werft mit Sorge und kommentiert: „Die Meyer-Werft ist ein wichtiger Arbeitgeber und Teil einer wichtigen Schlüsselindustrie. Wir sehen das Unternehmen für relevant und erhaltenswert an.“ Gefragt danach, wie die AfD-Fraktion zum Ruf nach Unterstützung für die Meyer-Werft steht, antwortet Henze:

Der Hilferuf der Meyer-Werft ist im Angesicht der außerordentlichen Situation zu verstehen. In anderen Ländern wie Frankreich, Italien und auch Südkorea werden Konkurrenzunternehmen zudem subventioniert. Wir ziehen die Möglichkeit in Erwägung, dass sich das Land Niedersachsen für eine begrenzte Zeit ähnlich wie bei der Messe AG oder der Flughafen GmbH mit einer stillen Beteiligung einbringt. Bei einer Landessseitigen Hilfe erwartet die AfD-Fraktion allerdings auch, dass sich die Geschäftsführung der Meyer-Werft ehrlich mit dem Gedanken beschäftigt, den Firmensitz wieder nach Niedersachsen zu verlegen, auch um eine bessere Mitarbeitervertretung zu gewährleisten.

Wünschenswert ist zudem“, so Henze, „dass die Landesregierung schnell handelt. Wie wir gehört hatten, sollte es einen runden Tisch mit der Meyer-Werft geben. Sollte dieser stattgefunden haben, waren wir dort leider nicht geladen und kennen die dort gegebenenfalls vorgetragenen Ideen und Beschlüsse bisweilen nicht. Als Beteiligte im demokratischen Diskurs würden wir uns hier mehr Offenheit und Information durch die Landesregierung wünschen.

V.i.S.d.P.: Stefan Henze (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover