Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 25.05.2020

Bei einem Infektionsgeschehen im Landkreis Leer steckten sich 18 Leute mit dem Corona-Virus an. 118 Frauen und Männer, die zu ihnen Kontakt hatten, stehen derzeit unter Quarantäne. Ursprung soll eine Feier in einem Restaurant in Mormerland gewesen sein. In der Diskussion steht jetzt die Frage, ob das Restaurant- und Gaststättengewerbe wieder stärker eingeschränkt werden muss.

Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag Stephan Bothe: „Zunächst einmal ist es Sache der Gesundheitsämter vor Ort den Fall aufzuklären und nachzuforschen, wer wen wann infiziert hat. Voreilige Schuldzuweisungen sind nicht angebracht. Grundsätzlich ist aber von einem bedauerlichen Einzelfall auszugehen. Er ändert nichts am insgesamt sehr beherrschbaren Gesamtverlauf der Epidemie in Niedersachsen. Die Ansteckungszahlen sinken. Über 85 Prozent der Erkrankten sind bereits genesen. Für Fälle wie im Landkreis Leer stehen jetzt eben auch genügend Testkapazitäten bereit, dazu ein eingespieltes Instrumentarium, um solche lokalen Ausbrüche zu begrenzen.

Der Vorfall ist jedenfalls kein Grund, dringend notwenige Lockerungen der Corona-Regeln für die Gastro-Branche wieder aufzuheben. Sie sind für viele der Betriebe überlebenswichtig. Mit Sicherheit wird der Ausbruch zudem einen „erzieherischen“ Effekt auf andere haben, sich eigenverantwortlich strenger an die Hygieneregeln zu halten.

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 bzw. 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stephan Bothe (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover