Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 02.04.2020

Schlaglichter einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Naturschutz-Idee: In Faßberg jagd ein mutmaßlicher Wolf eine Herde panischer Galloway-Rinder am helllichten Tag eine Landstraße entlang (Cellesche Zeitung, 31. 3.). Vom Göttingen bis an die Nordseeküste machen sich die Raubtiere über immer mehr Nutztiere her. Gleichzeitig bleibt Umweltminister Olaf Lies nichts anderes übrig, als die Jagd auf den sogenannten Rodewalder Rüden einzustellen. 14 Monate hat die Hatz auf den „Problemwolf“ gedauert und enorme Kosten verursacht. Alles umsonst! Lies will sich nun Frankreichs Umgang mit den Raubtieren als Vorbild nehmen, wie er in einer Pressemeldung kundtut. Eine Anfrage der AfD-Fraktion zeigt, was die Nachbarn in punkto Wolf vor allem richtig machen (Drucksache 18/5967).


Dazu der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag Stefan Wirtz: „Kernpunkt des französischen Wolfsmanagements ist die Begrenzung der dortigen Population auf 500 Tiere. Zu diesem Zweck lässt man den Bestand nur allmählich anwachsen, indem jährlich zehn bis zwölf Prozent der Wölfe kontrolliert geschossen werden. Dieses Verfahren wird von der EU nicht beanstandet. Es ist also ohne weiteres möglich, den günstigsten Erhaltungszustand durch jagdliche Maßnahmen anzusteuern. Angemessen wären auch in Deutschland 500 Tier und nicht viel mehr. Unsere Kulturlandschaft ist sogar noch dichter besiedelt und intensiver genutzt als in Frankreich. Die erneuten zahlreichen Wolfsrisse an Nutztieren in vielen Gegenden Niedersachsens beweisen, dass wir inzwischen zu viele Wölfe im Land haben. Das Umweltministerium hat es in 14 Monaten nicht geschafft, auch nur ein einziges problematisches Tier ausfindig zu machen und zu entnehmen. Zum Teil hat man es offenbar auch mit Fallenstellerei versucht. Wir fordern endlich die Umsetzung eines Aktionsplans nach französischem Vorbild!“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stefan Wirtz (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover