Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 11.02.2020

Kultusminister Grand Hendrik Tonne reagiert auf ein Interview, dass der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion Harm Rykena der Nordwest-Zeitung zum Thema Mobbing gegeben hat (21.1.2020). Rykena hatte dort festgestellt, dass heterogene Klassen, im politisch-korrektem Vernebelungs-Deutsch „vielfältige“ Klassen genannt, auch ein Grund für Mobbing seien. Diese Äußerung sei „blanker Rassismus“, behauptet Tonne nun ebenfalls in der NWZ. Sie sei durch nichts zu belegen (8.2.2020).

Dazu der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag Harm Rykena: „Im besten Falle ist der Minister naiv, im schlimmsten Falle verblendet. Schon 2018 warnte seine Amtskollegin und Parteifreundin Bundesfamilienministerin Franziska Giffey beispielsweise vor religiösen Mobbing an den Schulen. Der Bildzeitung erklärte sie ‚Worte wie Opfer, Schweinefleischfresser oder Kartoffel sind leider an der Tagesordnung. Wenn Schüler beschimpft oder gemobbt werden, weil sie anders aussehen, einen anderen Glauben haben oder anderer Herkunft sind, dann ist es höchste Zeit zu handeln‘. Das dürfte nach Tonnes Einschätzung dann also auch blanker Rassismus sein? Und wie erklärte er es, wenn arabische und türkische Schüler in Berlin an einem jüdischen Schüler Scheinhinrichtungen vollziehen? Hat sich der Herr Minister auch schon einmal gefragt, warum immer mehr Eltern ihre Kinder auf Privatschulen mit ihrer vorwiegend homogenen Schülerschaft schicken? Wer all diese Realitäten ausblendet, ist völlig ungeeignet, um als Kultusminister Entscheidungen über die Lebenswirklichkeit junger Menschen zu treffen.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 bzw. 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Harm Rykena (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover