Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 17.12.2019

Wo Wölfe auftauchen, fließt Blut. Immer öfter ist es das von Nutztieren. Jahr für Jahr fallen den Raubtieren mehr Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde zum Opfer. Kein Wunder, Bejagungsverbot und ein leicht verfügbares Futterangebot – mundgerecht in umzäunten Gehegen serviert – sorgen für reichlich Wolfs-Nachwuchs.
Nutztierhalter finden sich in einer Spirale des Todes auf ihren Weiden wieder. Mangelhaft ist die staatliche Hilfe, die zumindest die finanziellen Verluste auffangen könnte. Entschädigungen für gerissene Tiere fallen zu gering aus. Die Bearbeitungszeit der einzelnen Fälle dauert zu Lange. Für das Land schnellen gleichzeitig die Kosten für Präventionsmaßnahmen in die Höhe. Allein die Aufwendungen, um Nutztiere vor dem Rodewalder Rudel zu schützen, kosteten weit mehr als eine Million Euro, gestand Umweltminister Olaf Lies jüngst in einer Sitzung des Umweltausschusses ein.
In ihrem alternativen Haushalt für 2020 fordert die AfD-Fraktion daher eine drastische Erhöhung der „Billigkeitszahlungen für Wolfsrisse und Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen an Nutztierhalter“ (683 71-5) von 2.396.000 auf 4.396.000 Euro.
Dazu erklärt der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag Stefan Wirtz: „Vor dem Hintergrund einer völlig verfehlten Wolfspolitik müssen nun zumindest die betroffenen Bürger angemessen entschädigt werden. Ebenso brauchen sie Mittel, um ihre Tiere zu schützen. Diese Menschen tragen an der Misere nicht die geringste Schuld, müssen aber trotzdem ihre Schafe, Rinder und Pferde sterben sehen. Klar muss auch sein, dass die Kosten für die Raubtiere in Niedersachsen in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen werden, solange ihr Bestand nicht konsequent reguliert wird. Sie gehören ins Jagdrecht. Es wird Zeit, dass Minister Lies diesen Schritt geht. Wir brauchen wieder eine Politik für die Menschen und keine, die eine einzige Tierart zum sakrosankten Heiligtum überhöht. Da sind zwei zusätzliche Millionen nur ein allererster Schritt.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stefan Wirtz (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover