Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 25.09.2019

Wer zur Demo ging, bekam bessere Noten. Die anderen wurde als faul, träge und gleichgültig beschimpft. Ein Lehrer der Gesamtschule Emsland in Lingen soll auf diese Art Kinder und Jugendliche zur Teilnahme an der Fridays-for-Future-Demonstration am 20. September gezwungen haben. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) und beruft sich auf Chatprotokolle von Eltern betroffener Kinder, die der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegen.

Gegenüber der NOZ entschuldigte der Leiter der Emsland-Schule seinen Lehrer anscheinend sogar noch: Für ihn sei nachvollziehbar, dass sich ein Lehrer im Spannungsfeld zwischen Neutralitätsgebot und der Anregung zu einem lebendigen Diskurs nicht immer ganz bedeckt halten könne, wird er zitiert.

Dazu der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag Harm Rykena: „Wer so dreist wie der Schulleiter antwortet, scheint keinerlei Konsequenzen durch die Landesschulbehörde oder das Ministerium zu befürchten. Umso wichtiger ist es, dass die Eltern so ein Verhalten nicht tolerieren. Es geht um das hohe Gut indoktrinationsfreier Bildung. Die AfD-Fraktion fordert von Kultusminister Tonne, das Geschehen an der Gesamtschule Emsland vorbehaltlos zu prüfen und aufzuklären. Wir erwarten auch, dass er seine eigene wachsweiche Haltung zu den Freitagsdemonstrationen kritisch hinterfragt. Es liegt nahe, dass er mit seinem Verhalten solche Situationen geradezu provoziert hat. Aber noch eines wird aus dem ungeheuerlichen Vorfall deutlich. Ein Portal wie unsere „Neutrale Lehrer Niedersachsen“, das über das Neutralitätsgebot an Schulen aufklärt, ist notwendiger denn je.

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Harm Rykena (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover