Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 23.09.2019

Für viele Landwirte war es ein absoluter Schockmoment, als die niedersächsische Landesregierung jüngst die Karte mit den „roten Gebieten“ veröffentlichte. Auf 39 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen soll das Grund- oder Oberflächenwasser zu stark durch Nitrat oder Phosphat belastet sein. „Es wird dort zu massiven Einschränkungen in der Bewirtschaftung kommen“, warnt die Vorsitzende und agrarpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag Dana Guth. In der Folge werden Ernteausfälle und finanzielle Schäden für manche der betroffenen Betriebe zur Existenzfrage. Erhebliche Qualitätsverluste bei den Ernteprodukten sind zu erwarten. Die Brotweizenproduktion wird in manchen Regionen bedroht sein. Ebenso betroffen: Viele landwirtschaftliche Nutztierhalter.

Dabei beruhen die einschränkenden Vorgaben, die nun auf die Landwirte zukommen, auf zweifelhaften Daten: Nicht die zum Teil dubiosen Messbrunnenergebnisse, sondern der Nitratgehalt des Grundwasserkörpers muss das Maß der Dinge sein. Auch klimapolitisch machen die Düngeeinschränkungen in den roten Gebieten wenig Sinn, weil damit der Humusaufbau im Boden zur Speicherung von Dünger, Wasser und – über den Anbau von Zwischenfrüchten – CO2 unterbunden wird. Ein Blick auf die roten Gebiete zeigt auch, dass sie wohl nach sehr grobem Raster und übertrieben weiträumig festgelegt wurden.

„Es ist richtig, wenn das Landvolk in den zu Unrecht betroffenen Gebieten gegen die drohenden Auflagen vorgeht“, bestätigt Dana Guth. Sie fordert, dass zum Schutz der bäuerlichen Familienbetriebe endlich agrarpolitische Richtlinien aufgestellt werden, die nicht immer wieder aus Verboten und Beschränkungen bestehen. Die Fraktionsvorsitzende: „Die wirtschaftliche Existenz der niedersächsischen Bauernhöfe muss gesichert bleiben.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Dana Guth (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover