Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 10.09.2019

Die Rede ist von Sklavenarbeit, Isolationshaft, Nahrungsentzug und sogar Folter: Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen Heimkinder aus Niedersachsen in Rumänien schlimmstes Leid erfahren haben. Dortige Polizisten stürmten jetzt aufgrund der Vorwürfe einen Bauernhof und mehrere Häuser des Sozialprojektes „Maramures“ in den Karpaten. Sie nahmen den Heimleiter und vier Rumänen in Haft, meldet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (9.9.2019). Und weiter: Erste Vorwürfe gegen das Projekt seien in Niedersachsen sogar schon 2009 bekanntgeworden!

Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Stephan Bothe:
Das Projekt ‚Maramures‘ ist kein Einzelfall. Bei solchen ‚intensivpädagogischen‘ Maßnahmen im Ausland werden Kindeswohl und Kinderrecht immer wieder auf das schwerste verletzt. Die jungen Menschen werden nach Portugal, Polen, Rumänien oder gar nach Kirgisien und Namibia verfrachtet. Einer Kontrolle durch unsere Behörden sind sie dort weitgehend entzogen, während die Initiatoren solcher ‚Verschickungen‘ viel Geld einstreichen. Aber hier darf nicht aus den Augen aus dem Sinn gelten. Die Regierungen in Bund und Land müssen reagieren und per Gesetz solchen Auswüchsen in der Arbeit mit schwererziehbaren Kindern und Jugendlichen einen Riegel vorschieben – und zwar schnellstmöglich.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stephan Bothe (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover