Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 06.09.2019

Das Risiko einer gigantischen Fehlinvestition ist hoch, der Nutzen fraglich: Die Rede ist vom Marissa-Ferienpark, einem millionenteuren Megaprojekt, direkt am Ufer des Dümmer. Dänische Unternehmer ziehen dort 476 Ferienwohnungen auf 18 Hektar hoch. Der ganze Gebäudekomplex soll Gäste für 500.000 Übernachtungen jährlich anlocken. Darauf spekuliert, laut AfD-Anfrage (Drucksache 18/4464), auch das niedersächsische Umwelt- und Bauministerium. Dass die kastenförmigen Betonburgen mitten in der reizvollen naturnahen Dümmerregion „zur Standortattraktivierung beitragen und positive Wirkungen auf Wertschöpfung und Beschäftigung haben“, bezweifeln allerdings etliche Experten.

Stefan Wirtz, der umweltpolitischen Sprecher der AfD-Fraktion, sieht in dem Projekt eine Gefahr für die ganze Region: „Die Natur insbesondere die einzigartige Vogelwelt wird Schaden nehmen, wenn die angepeilten Besucherströme tatsächlich über den Dümmer hereinbrechen.“ Möglicherweise droht aber auch das genaue Gegenteil: Niedersachsens zweitgrößter See zieht vor allem Vogelkundler und andere Naturinteressierte an. Die möchten mit Sicherheit nicht in einem Wohnghetto leben. Bleiben die Gäste im Marissa-Park aus, verschandelt demnächst eine monumentale Geisterstadt das Naturparadies. Stefan Wirtz: „Es wäre nicht die erste millionenschwere touristische Investition, die am Gigantismus scheitert. Wer die Dümmer-Region klug und nachhaltig weiterentwickeln will, braucht Augenmaß und Heimatverbundenheit. Beides lassen die Verantwortlichen vermissen.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stefan Wirtz (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover