Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 08.08.2019

Herr Linnemann von der CDU habe völlig recht, dass ausreichende Deutschkenntnisse als Voraussetzung für die Einschulung an eine reguläre Grundschule gelten müssten, kommentiert Harm Rykena, der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion die Aussage des CDU-Bundestagsabgeordneten. Er fügt hinzu: „Ich bin Herrn Linnemann dankbar, dass er eine öffentliche Diskussion über die Voraussetzungen einer erfolgreichen Grundschularbeit angestoßen hat.“

Angesichts der Tatsache, dass die niedersächsische Landesregierung just in diesem Jahr die vorschulische Sprachförderung quasi abgeschafft habe, mute die aktuelle Diskussion allerdings ein wenig skurril an. Rykena: „Zwar wurden für eine alltagsintegrierte Sprachförderung an den Kitas mehr als 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, aber aufgrund des Erziehermangels und fehlender Standards für den Spracherwerb sind diese reine Augenwischerei.“

Die AfD-Fraktion sieht den richtigen Weg in einer Sprachstandsfeststellung, die für alle Kinder spätestens ab dem vierten Lebensjahr verpflichtend sein sollte. Kinder, die hierbei ein zu niedriges Sprachniveau erreichen, wären verpflichtet, vorschulische Deutschkurse zu besuchen. Dies entspricht der AfD-Forderung eines unterscheidenden Schulwesens, das jeden entsprechend seiner Fähigkeiten unterrichtet. Rykena, der selbst Grundschullehrer war, erklärt: „Es ist nicht im Sinne guter Schulbildung, wenn Schüler mit guten Deutschkenntnissen einen qualitativ schlechteren Unterricht erhalten, weil sich die Klassenlehrkraft auf die Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen konzentrieren muss. Erstklässler, die aufgrund fehlender Deutschkenntnisse eingeschränkt lernen und am Schulunterricht teilnehmen können, haben geringe Möglichkeiten zum Austausch mit ihren Klassenkameraden. Das bringt sie in eine Außenseiterrolle, die auch den Bemühungen um Integration schadet und die betroffenen Kinder in den Schulen isoliert. Wer kann das wollen?“

Die Forderung, Schüler mit ausreichenden und Schüler mit mangelnden Deutschkenntnissen getrennt zu unterrichten, sei darum nicht integrationshemmend, sondern wirke sich integrationsfördernd aus. „Nur so können wir den Lehrbedürfnissen aller Schüler gerecht werden“, begründet der AfD-Politiker seine Ausführungen.

V.i.S.d.P.: Harm Rykena (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover