Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 19.06.2019

Das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen versteht sich als landesweite Service-, Beratungs- und Netzwerkeinrichtung für die Selbsthilfe. Vertreten werden Gruppen, deren Mitglieder von Demenz, Suchtkrankheiten, Essstörungen und anderen existenziellen Schicksalsschlägen persönlich betroffen sind. Es gehört sicherlich eine Menge Kaltschnäuzigkeit dazu, sich für diese Menschen und ihre Gruppen nicht aus ganzem Herzen einzusetzen.

Das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen denkt anders. „Es betreibt seine politische Ideologie auf Kosten der Schwächsten in unserer Gesellschaft“, erklärt Stephan Bothe, der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion. Mit einem Schreiben, in dem um eine Überarbeitung der Förderrichtlinien für Selbsthilfe im Pflegebereich gebeten wurde, hatte sich das Selbsthilfebüro an alle Fraktionen des Landtages gewandt.

An alle Fraktionen? Nein, die AfD-Fraktion wurde nicht angeschrieben. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass es sich keineswegs um einen Fehler handelt. Dem Selbsthilfe-Büro Niedersachsen ist es also gar nicht so wichtig, dass die Antragsverfahren für Fördermittel weniger aufwendig gestaltet werden, damit mehr Betroffene sie in Anspruch nehmen können, wie es in ihrem Schreiben heißt. Hauptsache, die Abgeordneten mit der „richtigen Gesinnung“ werden angefragt, ein Scheitern des Anliegens wird darüber in Kauf genommen. Das ist nicht nur kaltschnäuzig, das ist jämmerlich!

 Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Stephan Bothe (MdL), Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover