– Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 23.01.2019 –

„Wäre es aktuell nicht eher in der Verantwortung der islamischen Staaten, sich um ihre syrischen Glaubensbrüder zu kümmern?“, fragt Jens Ahrends (MdL).

Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag plädiert dafür, syrischen Kriegsflüchtlingen vor allem in der Region zu helfen und die dortigen Aufnahmeländer zu unterstützen. „Die Zivilbevölkerung ist in Syrien zu schützen, und auch die Flüchtlingslager in Jordanien, im Libanon und in der Türkei sollten unterstützt werden, damit es den Menschen dort, in der unmittelbaren Nähe ihrer Heimat, gutgeht“, sagte Jens Ahrends, AfD-Abgeordneter und innenpolitischer Sprecher der Fraktion, zu dem von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebrachten Thema mit dem Titel „Zivilbevölkerung in Syrien schützen – niedersächsischer Verantwortung gerecht werden“ heute im Parlament. Hierbei stünden die EU, Deutschland, aber auch andere Länder aus humanitären Gründen in der Pflicht. „Hilfe vor Ort ist dabei der richtige Weg, zumal mit dem Geld, was wir dort in Jordanien, dem Libanon oder der Türkei ausgeben, 20 bis 40 Mal so vielen Menschen geholfen werden kann wie mit derselben Summe hier in Deutschland“, so Ahrends. Es sei daher der falsche Weg, Menschen aus Syrien nach Deutschland zu holen, zumal sie nach Ende aller Kampfhandlungen Deutschland sowieso wieder verlassen müssten. Und mittlerweile sei der Krieg in weiten Teilen des Landes bereits beendet. Zudem appelliert Ahrends in seiner Rede an die Bündnisgrünen, benachbarte Länder wie Saudi-Arabien, Katar, Oman und die Vereinigten Arabischen Emiraten, die sich allesamt nicht an der Aufnahme von syrischen Flüchtlingen beteiligten, an deren Verantwortung zu erinnern, zumal es sich bei den Syrern um Menschen aus demselben Kulturkreis und oftmals derselben Religionszugehörigkeit handele. „Wäre es aktuell nicht eher in der Verantwortung der islamischen Staaten, sich um ihre syrischen Glaubensbrüder zu kümmern?“, fragt Ahrends. Deutschland und auch Niedersachsen hätten in der Vergangenheit bereits sehr viel für Syrien und die Syrer geleistet, „daher sehen wir unsere Verantwortung nun eher darin, Hilfsangebote in den Nachbarländern finanziell zu unterstützen und die Rückkehr der Syrer in ihre Heimat vorzubereiten“, betont Ahrends.