Der Trend ist eindeutig: Zwischen 2010 und 2018 sind in Niedersachsen rund 4.700 Höfe „gestorben“. Schuld ist eine EU-Politik, welche durch ihre Mittelvergabe industrielle Großkonzerne mit viel Fläche bevorzugt. Derzeit werden die Weichen für die „Gemeinsame Agrarpolitik“ ab 2020 gestellt.

-Pressemitteilung AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 15.01.2019 –

Die Landwirtschaft in Deutschland wandelt sich stark: Immer weniger Betriebe bearbeiten immer größere Flächen und Viehbestände. In der derzeitigen Förderperiode der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ der Europäischen Union (GAP) profitieren vor allem die Flächenländer Bayern und Niedersachsen vom Budget. „Trotzdem sterben die Höfe schneller, als die EU Geld auszahlen kann“, konstatiert Dana Guth, die agrarpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion. Die Mittelvergabe der Europäischen Union funktioniert nach einer einfachen Rechnung: Mehr Fläche gleich mehr Subventionen. „Das benachteiligt vor allem die kleinen landwirtschaftlichen Familienbetriebe und führt zu einem Ausbluten des deutschen Bauernstandes.“ In einer Umgebung mit einer sich immer weiter verschärfenden Preiskampfpolitik werden die kleinen Höfe zerrieben. „Gerade in kleinen familiengeführten Betrieben kommt es zu weiteren Problemen: Eine Nachfolgeregelung kann oft nicht gefunden werden, da die Kinder der Bauern nicht in einem landwirtschaftlichen Umfeld arbeiten wollen, das permanent durch die Gängelungen der EU betroffen ist“, sagt Fraktionsvorsitzende Dana Guth. Die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag fordert alle Parteien auf, sich dafür einzusetzen, dass die Europäische Union in ihrer nächsten Förderperiode höhere Ausgleichszahlungen an kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe leistet, um auch diese wettbewerbsfähig zu halten. „Ein Modell, das diejenigen belohnt, die eh schon über große Flächen und damit mehr Marktmacht verfügen, ist schlicht ungerecht und wird auf Dauer das Höfesterben weiter vorantreiben. Niedersachsen als Agrarland Nummer eins benötigt eine gesunde Mischung aus größeren und kleineren Betrieben mit Ackerbau und Viehzucht. Eine ungerechte Regulierung über die Köpfe der Menschen hinweg lehnen wir strikt ab“, so Dana Guth