Morgen (den 21.09.2018) wird die Landesregierung von Niedersachsen eine Fristverschiebung um zwei Jahre für die Entscheidung über die Kastration von Ferkeln in den Bundesrat einbringen. „Die Landesregierung hat es verschlafen, bei der Ferkelkastration praktikable Wege für die Sauenhalter zu finden“, sagt die Fraktionsvorsitzende der AfD Dana Guth.

-Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 20.09.2018-

Seit 2008 zieht sich mittlerweile das Problem um die Ferkelkastration hin. Seit 2008 gibt es immer wieder Versuche, einen Ausgleich zwischen den Interessen der niedersächsischen Sauenhalter und dem Tierschutz zu finden. In 2013 wurde dann vom Bund das Tierschutzgesetz geändert. Die bis dahin gängige Praxis der Kastration ohne Betäubung wurde beendet. Als Zieldatum für die gesamten Einstellung dieser Methode wurde der 01.01.2019 festgelegt. „Bisher wurde keine praktikable Lösung gefunden, die ab dem Jahr 2019 gelten soll“, sagt Dana Guth (MdL). „Eine Verschiebung der Frist muss nun endlich dazu genutzt werden, eine Lösung zu finden.“ Die AfD hält den sog. vierten Weg, also die Kastration unter lokaler Betäubung, für geeignet. In einigen Ländern, so zum Beispiel Dänemark, werden Ferkel bereits so kastriert. Andere Methoden wie die Ebermast oder die Kastration unter Narkose sind entweder nicht am Markt akzeptiert, zu aufwendig oder unwirtschaftlich. „Die niedersächsischen Sauenhalter müssten mit einem höheren Aufwand produzieren. Damit hätten sie einen eklatanten Nachteil gegenüber Fleischprodukten, die in anderen Ländern günstiger hergestellt werden“, sagt Dana Guth. „Die Landesregierung sollte handeln und den einzigen Weg gehen, der weder dem Tierschutz entgegensteht noch die heimische Produktion benachteiligt.“