Die AfD-Landtagsfraktion wird im Landtag einen Antrag zum Schutz des Fachunterrichts an Gymnasien einbringen

-Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 12.09.2018-

Das Kultusministerium hat erneut einen Erlass über die „Berufliche Orientierung an allgemeinbildenden Schulen“ zur Anhörung vorgelegt.  Der Philologenverband Niedersachsen und die Niedersächsische Direktorenvereinigung haben sich hierzu sehr kritisch geäußert, da dieser eine „massive Ausweitung“ der beruflichen Orientierung an Gymnasien vorsieht. Beide Verbände weisen darauf hin, dass die bisherigen Vorschläge dazu führen würden, den Fachunterricht zu reduzieren.

„Die bisherige berufliche Orientierung an Gymnasien ist ausreichend, hat sich bewährt und bedarf keiner Ausweitung“, sagt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Harm Rykena.

Die vom Kultusministerium vorgeschlagene extreme Ausweitung würde eine Reduzierung des Fachunterrichts bedeuten, wodurch sich die Qualität der Lehre und somit auch die Aussicht auf einen Studien- oder Arbeitsplatz verringere. Dem wolle man zum Wohle der Schüler mit dem Antrag entgegenwirken.

Die AfD teilt die Auffassung des PhNV, dass die bisher vorgeschlagene extreme Ausweitung der Berufsorientierung der gesetzlich vorgeschriebenen Aufgabe des Gymnasiums widerspricht. Stefan Wirtz, stellvertretender bildungspolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion erklärt: „Gemäß § 11 Abs.1 des Niedersächsischen Schulgesetzes ist es die Aufgabe der Gymnasien, ihren Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und den Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit zu ermöglichen.“

Die AfD-Vertreter betonen, dass der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife die Hauptaufgabe der Gymnasien ist und eine Reduzierung des Fachunterrichts nicht hingenommen werden kann. „Wir befürchten, dass mit Hilfe einer bewusst missverstandenen Berufsorientierung die Mehrgliedrigkeit des Schulwesens weiter ausgehöhlt werden soll“, so Harm Rykena (MdL).