Pressemitteilung vom 03.03.2018

Bis zum Jahr 2030 werden mindestens 21.000 Pflegekräfte fehlen, sagt das Sozialministerium in Niedersachsen. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich hingegen erhöhen. In Hessen versucht man dem Pflegenotstand so Herr zu werden: Dort dürfen auch Flüchtlinge ohne Schulabschluss in der Pflege tätig werden.

Der sozialpolitische Sprecher der AfD in Niedersachsen, Stephan Bothe (MdL) meldet Bedenken an: „So ein Modell darf es in Niedersachsen nicht geben.“

Pflegekräfte üben eine Arbeit aus, zu der eine eindeutige Qualifikation gehört. „Der Standard darf durch ungelernte Flüchtlinge nicht abgesenkt werden.“ Dies bringt nicht nur die Geringschätzigkeit der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen gegenüber den Pflegekräften zum Ausdruck, die oftmals bis zum körperlichen und psychischen Limit arbeiten, es degradiert auch einen anspruchsvollen Beruf auf das Niveau einer Hilfstätigkeit. „Dem ist aber nicht so“, hält Bothe entgegen.

„Wir müssen die Standards, die Bezahlung und die Anerkennung der Menschen in den Pflegeberufen verbessern.“ Nur qualifiziertes und motiviertes Personal kann alten pflegebedürftigen Menschen nach einem arbeitsreichen Leben, das zum Gelingen unserer Gesellschaft beigetragen hat, etwas zurückgeben. „Und wir wollen etwas zurückgeben“, sagt Stephan Bothe. „Dafür brauchen wir gutes Personal, gute Strukturen und klare Standards. Eine Zuwanderungspolitik, die aus den Fugen geraten ist, wird die Probleme in der Pflege nicht lösen, sondern verschlimmern.“

V.i.S.d.P.: Stephan Bothe (MdL), Hannah-Ahrend-Platz 1; 30159 Hannover