Pressemitteilung vom 09.01.2018

Zahlreiche junge Menschen beantragen in Deutschland Asyl als unbegleitete minderjährige
Asylbewerber und legen dabei kein amtliches Dokument vor, das ihr Alter angibt. Viele dieser jungen
Menschen geben dann allerdings bei ihrem Asylantrag an, deutlich unter 18 Jahre alt zu sein.
Dies bringt ihnen zahlreiche Vorteile im Asylverfahren: Dazu zählen unter anderem der Schutz vor
Abschiebung, eine bessere Unterbringung und Betreuung und eine leichtere
Familienzusammenführung. Für die Bundesländer führt dies jedoch zu wesentlich höheren Kosten –
bis zu 5250 Euro pro Person pro Monat.

Alleine zwischen November 2015 und Januar 2017 sind 4.927 junge Menschen als Asylbewerber nach
Niedersachsen gekommen. Für diese Gruppe betragen die jährlichen Ausgaben rund 310 Millionen
Euro. „Wir fordern nun, eine verbindliche, gesetzlich festgeschriebene Altersprüfung für alle jungen
Asylbewerber einzuführen, um festzustellen, ob sie tatsächlich unter 18 sind“, sagt Jens Ahrends, AfDAbgeordneter
im Niedersächsischen Landtag. In Ländern wie Österreich (dort ist die Altersprüfung
bereits seit 2010 Pflicht) und Dänemark habe sich gezeigt, dass sehr viele Asylbewerber bei der
Antragsstellung falsche Angaben machten – bis zu 74 Prozent. „Wir könnten so alleine in
Niedersachsen mehr als 100 Millionen Euro einsparen, wenn die Altersfeststellung zur Pflicht würde“,
so Ahrends. Denn die finanziellen Aufwendungen für einen erwachsenen Asylbewerber seien sehr viel
niedriger als die für jugendliche.

Zudem würde die Verurteilung bei Straftaten dann nach Erwachsenenrecht erfolgen, und
Abschiebungen wären möglich. „Es spricht also alles dafür, umgehend eine gesetzliche Pflicht zur
Altersfeststellung einzuführen.“ Die AfD werde einen entsprechenden Antrag in den Landtag
einbringen. „Wir fordern alle anderen Parteien auf, diesem Antrag, der klar im Sinne der Bürger und
Steuerzahler ist, zuzustimmen“, erklärt der AfD-Abgeordnete.

V.i.S.d.P: Jens Ahrends, MdL