Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 16.05.2019

Die Missbrauchsfälle von Lüdge erschüttern das Land. Immer neue Abgründe tun sich auf. Mehr als 40 Kindern wurde wohl Schlimmstes angetan. Die Täter konnten jahrelang ungestört agieren. Fassungslos macht das breite Behördenversagen, dass ihr Martyrium erst ermöglichte. Ähnliches darf sich nicht wiederholen. Daher fordert die AfD-Fraktion, in Niedersachsen eine Kinderschutzkommission nach baden-württembergischem Vorbild. Sie sollte hochrangig mit Ministeriums-Mitgliedern besetzt sein und durch unabhängige Experten verstärkt werden. Es gilt die Geschehnisse in Lügde effektiv aufzuarbeiten und Maßnahmen zu finden, die in unserem Bundesland ähnliche Vorkommnisse verhindern. Nach einem Jahr legt die Kinderschutzkommission dem Landtag dann einen Abschlussbericht mit Analysen und Empfehlungen vor.

Dazu der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion Klaus Wichmann: „Eine solche Kommission kann mit vergleichsweise wenig Aufwand viel erreichen. Aber selbst, wenn sie nur einen Fall verhindert, hätte sie sich gelohnt. Die Täter sitzen zeitlich begrenzte Haftstrafen ab, für die Opfer lautet das Urteil lebenslänglich. Ich bitte alle Abgeordneten um Unterstützung für den Antrag. Lassen Sie uns in dieser Sache keine parteipolitischen Spielchen spielen.“

Für Rückfragen steht Ihnen unser Pressesprecher unter 0176/12300337 beziehungsweise 0511/3030-3525 oder frank.horns@lt.niedersachsen.de zur Verfügung.

V.i.S.d.P.: Klaus Wichmann, MdL, Hannah-Ahrend-Platz 1; 30159 Hannover