Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 05.04.2019

Eine aktuelle Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen hat ergeben, dass sowohl Jungen als auch Mädchen der neunten Klassen in Niedersachsen im Jahr 2017 häufiger Gewalt ausübten als noch 2015. Zwischen 2015 und 2017 sei die Lebenszeitprävalenz (Häufigkeit) der Gewalttäterschaft von 14,8 Prozent auf 17,7 Prozent angestiegen, heißt es  in der Untersuchung. Hinsichtlich der Gewaltopferschaft zeigte sich, dass bereits mehr als jeder vierte Jugendliche (27,2 Prozent der befragten Jungen und Mädchen) im bisherigen Leben physische Gewalt erfahren hat. Auch dies sei ein Anstieg im Vergleich zu 2015.

„Das sind Zahlen, die uns alle sehr beunruhigen müssen“, erklären die AfD-Landtagsabgeordneten Jens Ahrends, innenpolitischer Sprecher der Fraktion, und Harm Rykena, bildungspolitischer Fraktionssprecher. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass mehr als ein Viertel der Jugendlichen in Niedersachsen bereits in jungen Jahren Gewalt erlebt habe. „Es gibt ja bereits seit Langem Programme des Landes zur Gewaltprävention an Schulen, was wir ausdrücklich begrüßen. Auch an sehr vielen Bildungseinrichtungen wird von den Lehrkräften, oft in Zusammenarbeit mit der Polizei, hervorragende Arbeit in diesem Bereich geleistet.“ Allerdings sollte nun geprüft werden, wie diese Programme weiter verbessert und ggf. ausgebaut werden könnten. „Die aktuelle Studie zeigt sehr klar, dass wir die Prävention noch weiter stärken müssen, um Jugendliche vor Gewalt zu schützen und ihnen zugleich beizubringen, dass Gewalt keine Lösung bei Konflikten ist“, erläutern die beiden Abgeordneten.

Das niedersächsische Kultusministerium sei nun gefordert, die Präventionsprogramme des Landes an die neuen Herausforderungen, die die Studie zutage gefördert hat, entsprechend anzupassen, betonen die  AfD-Parlamentarier.

Allerdings könnten die Schulen die erforderliche Präventionsarbeit nicht alleine leisten. „Ein breiterer Ansatz ist notwendig, der auch andere Bereiche der Gesellschaft umfasst, denn Gewalt hat viele Ursachen, und dementsprechend weit gefasst muss auch der Ansatz bei der Bekämpfung des offensichtlichen Gewaltproblems bei vielen jungen Menschen in Niedersachsen sein“, so Ahrends und Rykena.

V.i.S.d.P.: Jens Ahrends (MdL), Harm Rykena (MdL), Hannah-Ahrend-Platz 1; 30159 Hannover