In dieser Woche wurde der Antrag der AfD für ein Verbot des betäubungslosen Schlachtens durch die Altparteien abgeschmettert. Nur die Fraktionsvorsitzende der AfD Niedersachsen, Dana Guth, stimmte im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für ein Verbot ohne Ausnahmen. Alle anderen Parteien stimmten dagegen, darunter auch die Grünen-Politikerin Miriam Staudte, die zuvor mit voller Hingabe für eine möglichst schmerzfreie Kastration bei Ferkeln geworben hatte. Tiere durch das Ausbluten zu Tode kommen zu lassen – das scheint den Grünen dagegen unbedenklich.

Bisher gibt es in Niedersachsen einen Betrieb, der die Genehmigung hat, Tiere betäubungslos ausbluten zu lassen. In den letzten Jahren summierten sich die dort zu Tode gebrachten Tiere auf mehrere Hundert. In den Jahren von 2013 bis 2017 waren es rund 1000 Schafe. Von der SPD, die noch im vergangenen Plenum auf Dana Guths Rede mit purer Polemik, Spott und haltlosen Vorwürfen um sich geschmissen hatte, kamen nun, in der kleinen Runde des Ausschusses, versöhnlichere Töne: „Dieser Betrieb muss die Erkenntnis bekommen, dass er anders schlachten muss“, hieß es von einer Vertreterin der SPD. Dass alle Parteien geschlossen den Antrag der AfD ablehnten, entlarvt die Doppelmoral, mit der die Altparteien vorgehen. „Tierwohl kennt keine Ausnahmen“, sagte Dana Guth (MdL) nach dem Ausschuss. Sie stellte die klare Frage, ob das betäubungslose Schlachten weiter zunimmt, wenn die Bevölkerung, die dem muslimischen Glauben anhängt, steigt. Darauf die eher ausweichende Antwort des geladenen Experten: „Es ist durchaus naheliegend, dass es einen größeren Bedarf geben könnte.“ Die AfD fordert nun umso stärker: Schluss mit dem betäubungslosen Schlachten! „Es darf keine Ausnahme von unseren Werten geben“, sagte Dana Guth MdL.