Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag vom 03.04.2018: An die Vertreibung der Wolgadeutschen erinnern

AfD-Fraktion Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, eine Gedenkstunde zu beschließen, in der an die Vertreibung der Wolgadeutschen (sog. Russlanddeutsche) würdig erinnert wird

Am 28. August 1941 befahl der sowjetische Diktator Stalin, die Wolgadeutschen zu vertreiben. Sie wurden aus ihrer Heimat, in der sie mehr als 200 Jahre lebten, nach Sibirien, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan vertrieben. Von 1941 bis 1948 wurden 850.000 Deutsche aus Russland in Arbeitslager gebracht. Rund ein Drittel überlebte die ersten Jahre nicht. „Die Zustände in den Lagern müssen unvorstellbar gewesen sein“, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD im Niedersächsischen Landtag Klaus Wichmann. „Es gibt kaum eine Familie, die nicht Angehörige in dieser Zeit verloren hat. Bis heute ist es das kollektive Trauma der Russlanddeutschen.“
Am 28. August jährt sich dieses furchtbare Ereignis nun zum 77. Mal. Mitte der 1980er Jahre, in der Zeit von Michail Gorbatschow, kamen gut 2,3 Millionen Aussiedler in die Bundesrepublik. Derzeit leben in Niedersachsen rund 340.000 Wolgadeutsche. Das sind rund 4,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Die meisten von ihnen leben in den Landkreisen und Städten Salzgitter, Braunschweig, Ammerland, Cloppenburg sowie Delmenhorst und Oldenburg. „Die Wolgadeutschen sind ein wichtiger Teil der deutschen Gesellschaft mit dem Wunsch nach einer angemessenen Erinnerungskultur“, sagt Klaus Wichmann (MdL).
Deshalb erwartet die AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag von der Landesregierung eine würdige Gedenkstunde am 28. August, die an die Vertreibung, den Tod und das Unrecht erinnert, welches unseren Landsleuten widerfahren ist.

V.i.S.d.P.: Klaus Wichmann (MdL), Hannah-Ahrend-Platz 1; 30159 Hannover