Pressemitteilung vom 09.02.2018

Stefan Henze (AfD), Mitglied im Unterausschuss „Häfen und Schifffahrt“ des Niedersächsischen Landtages, ist verwundert über die mangelhafte Ausstattung des Havariekommandos. Leiter des Havariekommandos, Hans-Werner Monsees, gab am 06.02.2018 in der Ausschusssitzung zu, dass die Beschaffung des Hochsee-Bergungsschleppers „rein auf Lobbyismus“ begründet war. Die „Nordic“ ist nicht geeignet gewesen, um die Bergung „Glory Amsterdam“ durchzuführen. Daraus erklären sich Zustände, die für Menschen, die in Seenot geraten sind, lebensbedrohlich werden können:
Weder ein Aufwinschen (Aufnahme der Boardingmannschaft per Hubschrauber vom Schiff) noch das Abschleppen der „Glory Amsterdam“ waren durch die „Nordic“ möglich. Die Mängel sind aber nicht beim Havariekommando zu suchen, sondern beim Bund und den Ländern. Auch auf die Nachfrage des Ausschusses, wieso die Bundesregierung keinen Vertreter zur Stellungnahme entsandt hat, erfolgte keine Antwort. Henze fordert nun, die Kompetenzen des Havariekommandos auszuweiten. Konkrete Forderungen sind:

1. Ersatz des mittlerweile 35 Jahre alten Mehrzweckschiffs „Mellum“ durch ein optimiertes, moderneres Schiff
2. fachgerechtes Personal und technische Ausstattung des Havariekommandos
3. Einführung eines 24-Stunden-Schichtbetriebs
4. schrittweise Vergrößerung der abrufbaren Flotte auf neun Mehrzweckschiffe
5. Aufbau einer bundesdeutschen Küstenwache

V.i.S.d.P.: Stefan Henze (MdL), stellv. Fraktionsvorsitzender, Hannah-Ahrend-Platz 1; 30159
Hannover