Pressemitteilung vom 09.01.2018

Nach Berichten in verschiedenen Medien überlegt die Landesregierung in Niedersachsen einen
neuen Feiertag einzuführen. Dabei wurde verschiedentlich geäußert, man könne sich einen
„Reformationstag“ gut als Feiertag vorstellen. Kritik daran wurde von verschiedenen Seiten geäußert,
zum einen sei Martin Luther überaus judenfeindlich gewesen, zum anderen weil ein solcher Tag nicht
von allen christlichen Konfessionen mit Inhalt gefüllt werden könne.

Die AfD-Fraktion im Landtag nimmt die Bedenken auch der Kritiker dieses Vorschlages ernst. Zu
beachten ist aber, dass die Reformation weit mehr ist, als eine Errungenschaft Martin Luthers. Nicht
nur, dass auch andere Persönlichkeiten die Reformation mitgestaltet haben, die Reformation steht
auch für erheblich mehr, als nur für eine Spaltung der christlichen Kirche.

Die Reformation ist eine der großen Wendepunkte in der Geschichte des Abendlandes. Nicht nur
wurde die christliche Kirche letztlich zu einer Toleranz gezwungen, die zuvor undenkbar war, sondern
vieles, was für uns heute selbstverständlich ist, geht auf die Reformation zurück, wie z.B. Trennung
von Staat und Kirche, Förderung des Bildungswesens, Freiheit von Kunst und Wissenschaft und vieles
andere. Die Reformation ist eines der Fundamente unserer modernen Gesellschaft. Unter diesem
Aspekt können wir uns einen Feiertag „Reformationstag“ gut vorstellen.

V.i.S.d.P. : Dana Guth, Fraktionsvorsitzende der AfD Landtagsfraktion Niedersachsen,
Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover