Pressemitteilung vom 31.01.2018

Am 24.01.2018 berieten die Abgeordneten im Plenum des Landtages zum Thema Qualitätssicherung in Kitas. Die Grünen forderten in ihrem Entwurf u.a. mehr Geld, um für jede Gruppe eine 3. Kraft finanzieren zu können.
Es ging ein Raunen durch den Saal, besonders in den Reihen von SPD und Grünen, als der AfD Abgeordnete Harm Rykena darauf hinwies, dass ein übermäßiger Kitaausbau zu einer finanziellen Benachteiligung traditioneller Familien führen könne. Frau Hamburg von den Grünen bügelte diesen Hinweis als völlig abwegig ab und unterstrich ihre Haltung mit einer
abfälligen Geste.

Rykena zeigt sich über dieses Verhalten verwundert. Anscheinend gebe es bei vielen Abgeordneten kein Verständnis dafür, welchen Einfluss der massive Kitaausbau auf den Alltag traditioneller Familien haben könne.

„In traditionellen Familien kümmert sich in den ersten Lebensjahren ein Elternteil um die Erziehung der kleinen Kinder und den Haushalt. Das hat den Vorteil, dass den Kindern in Form von Mutter oder Vater immer ein Ansprechpartner zur Verfügung steht und dieser Zeit in die Beziehungspflege investieren könne. Der Nachteil bestehe darin, dass nur ein Elternteil der Erwerbsarbeit nachgehen könne. Diese Familien nutzten aber keine der steuerfinanzierten Kitaplätze, zahlten sie aber trotzdem mit, weil sie steuerlich genauso belastet würden wie
Familien, in denen beide Elternteile arbeiten“, erklärt Rykena.

Er kündigt an, aktiv „an einem Bewusstsein für die Problemstellungen traditioneller Familien“ im Parlament arbeiten zu wollen. Der AfD sei es wichtig, dass durch den Kitaausbau keine Fehlanreize auf Kosten dieser Familien entstehen. Daher erscheine es im Sinne des Gleichheitsgrundsatzes des Grundgesetzes überlegenswert über Ausgleichmaßnahmen wie z.B. einem Landeserziehungsgeld zu diskutieren.

V.i.S.d.P. : Harm Rykena, MdL AfD Landtagsfraktion Niedersachsen,
Hannah-Arendt-Platz 1; 30159 Hannover