Pressemitteilung vom 01.02.2018

Am 24.01.2018 debattierte der Landtag zum Dauerthema Inklusion in der Schule. Außer der AfD sprechen sich alle Parteien für die Inklusion an Regelschulen aus. Sie wollen, dass an Regelschulen Kinder mit und ohne Lernbehinderungen innerhalb einer Klasse nebeneinander unterrichtet werden. Harm Rykena, Bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag, hält dagegen. Die Inklusion an Regelschulen sei ein ideologiegetriebener Irrweg. Inklusion bedeutet, Menschen mit Behinderungen die gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Will man dies für Kinder mit Lernbehinderungen erreichen, dann seien die bestehenden Förderschulen dafür der Königsweg. Eine Schließung dieser Schulen widerspräche geradezu dem Grundgedanken.

Zudem sei die Inklusion an Regelschulen finanzpolitisch ein schwarzes Loch. Nirgendwo in Deutschland funktioniere sie befriedigend. Überall forderten die Beteiligten mehr Unterstützung, immer würden es an ausreichend Unterstützungspersonal fehlen, überall hieße es, so könne Inklusion nicht gelingen. Die Inklusion an Regelschulen verschlinge „immer mehr Ressourcen finanzieller, personeller und ideeller Art“ und sei trotzdem zum Scheitern verurteilt.

In der Praxis zeigt sich, dass das gleichzeitige Unterrichten von normalbegabten Kindern, von Kindern ohne Deutschkenntnisse, von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten und nun auch noch von Kindern mit teilweise großen Lernbehinderungen innerhalb einer Klasse die Lehrer vor unlösbare Aufgaben stellen. Hier einfach nur mehr personelle Unterstützung und Fortbildungen zu versprechen sei zwecklos. Das könne nicht funktionieren.
„Durch Inklusion überforderte Schulen verhindern die Teilhabe an Bildung, und zwar für alle Schüler“, betont Rykena.

V.i.S.d.P.: Harm Rykena, MdL, AfD-Landtagsfraktion, Hannah-Ahrend-Platz 1; 31159 Hannover